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Bericht
aus der Leipziger Volkszeitung vom 31.01.2012 / Lokalteil Delitzsch-Eilenburger
Harmonie im wohligen Palma Radsport: Team Ur-Krostitzer-Univega Delitzsch
ist aus dem Trainingslager zurückgekehrt
Delitzsch/Leipzig. Zwölf Minuten eher als geplant sind die
Radfahrer des Teams Ur-Krostitzer-Univega Delitzsch am Sonntag in die
Heimat zurückgekehrt. Dabei wären sie wohl gerne noch etwas länger
im Trainingslager auf Mallorca verharrt oder zumindest im Flugzeug.
Doch der Pilot kannte keine Gnade, setzte schon 22.38 Uhr auf der
Landebahn des Airports Leipzig/Halle auf und nicht wie geplant um
22.50 Uhr. So stiegen die Passagiere hochgeschlossen und zitternd die
Gangway herab. Von den wohligen 15 Grad Palmas mitten rein in die
mitteldeutsche Kälte arktischer Natur. Doch zumindest im Geiste
entflohen die Herren noch einmal auf die Balearen, gedachten der
zurückliegenden zwei Trainingswochen, ohne die Großwetterlage aus
den Augen zu verlieren. "Bei angenehmen Temperaturen harmonierte
unser Team wie gewohnt", stellte etwa Christian Müller fest.
Wie geplant ging es in der zweiten Hälfte der Einheiten auf
Mallorca ins Gebirge. Am berüchtigten Anstieg des Col de Soller
brannten Waden und Oberschenkel bis ins Mark, wurden aber auch Kraft
und Ausdauer in neue Höhen getrieben. Doch selbst auf der
Sonneninsel regnet es hin und wieder, was den Zeitplan des Teams ein
wenig durcheinander wirbelte. Die "Königsetappe" von
Portocristo nach Arta blieb von derlei Kapriolen allerdings
verschont. Mehr noch: Robert Wagner, Deutscher Meister im
Einer-Straßenfahren, schloss sich auf der überaus hügeligen
Ausfahrt den Delitzschern an. Zwischendurch gab er einige Anekdoten
aus dem Lager der Profis zum besten. Dass er der nächste Hochkaräter
sein könnte, der das Trikot der Loberstädter überstreift, ist
jedoch nur ein haltloses Gerücht. Selbst als der Himmel an den
letzten Tagen des Trainingslagers dann tatsächlich seine Schleusen
öffnete, blieben die Ur-Krostitzer-Univega-Mannen standhaft, ließen
sich nicht von Petrus einschüchtern. "Das Team hat tolle Moral
gezeigt und unbeeindruckt das intensive Programm absolviert",
erzählte Christian Müller. Vielleicht lag die vorbildliche
Einstellung aber auch daran, dass die Jungs über das, was sie in der
Heimat erwarten würde, bereits bestens im Bilde waren. Nach dem
Motto: Lieber noch ein paar Kilometer im Regen abgestrampelt als sich
zu Hause mit Schneeketten durch den Winter zu kämpfen. "Die
Grundlagen sind gelegt und es gilt, in den kommenden Wochen auf
dieser Basis aufzubauen", so Müller. Sprach's und versteckte
sein Gesicht wieder in den Untiefen seiner Jacke. Johannes David
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Abschiedsfoto vorm "Riesenrad": Das Team
Ur-Krostitzer-Univega sagt fürs erste "Servus Mallorca".Foto:
privat
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