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Von Ditmar Wohlgemuth
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Repräsentanten der Region
Der Start ist vollzogen. Und er war erfolgreich. Wie erwartet?
Vielleicht! Erhofft auf jeden Fall. Die Radrennsportler des Teams
Univega Germania Delitzsch zeigten sich in beeindruckender Form und
belegten nach dem Auftaktrennen in der Jedermannbikerszene in der
Gesamtwertung souverän den ersten Platz. Man(n) trägt Gelb, jetzt
erst recht. Ein wenig düpiert hatten die Pedalritter um Renzo
Wernicke die Konkurrenz bereits beim Start. Bereits dort erschien die
gesamte Mannschaft geschlossen und einheitlich in gelber
Rennbekleidung. Sozusagen ein Vorgeschmack auf das, was als klare
Kampfansage gedeutet werden konnte– und sollte. Selbstbewusstsein
demonstrieren, ohne überheblich rüberzukommen, ist stets eine
Gradwanderung. Nicht jeder Kontrahent kann damit fair umgehen. Dabei
ist es doch das Leben selbst, das von den Menschen verlangt, sich
tagtäglich aufs Neue zu beweisen. Wer mit dem Sport, egal in welcher
Disziplin, von Klein an groß wird, entwickelt
Persönlichkeitseigenschaften, die er für sich, für sein Leben
mitnimmt. Wenn sich dann zum jahrelangen Training der Erfolg gesellt,
wie eben auch bei den Hand-, Fuß- und Volleyballern der Stadt, dann
wächst nicht nur das persönliche Ansehen, dann wird auch eine
Region präsentiert, die bereits seit langer Zeit Einzigartiges auf
hohem sportlichen Niveau erreicht hat. Daraus sollte noch mehr zu
machen sein. @d.wohlgemuth@lvz.de
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Delitzsch. An
diesem Tag war er anerkanntermaßen und ausnahmslos der stärkste
Fahrer im Feld. Renzo Wernicke, der Mittdreißiger aus Delitzsch,
gewann das Auftaktrennen im German Cycling Cup (GCC) rund um Köln.
Der Kapitän des Univega-Germania-Delitzsch-Teams legte mit seiner
Leistung den Grundstein für einen Erfolg, der ihm als auch der
Mannschaft das gelbe Trikot brachte. Im Schlussspurt aus einer
50-Mann-Gruppe überfuhr das Kraftpaket Wernicke als Erster den
Zielstrich. Der Startschuss für das Rennen über knapp 130
Kilometer fiel am Ostermontag um 9.30 Uhr. Die Männer im sonst
orangenen Trikot trugen diesmal Gelb. Nico Wernicke hatte das Hemd
des Vorjahressieger überstreifen dürfen. Das Delitzscher Team
startete von weit vorn und entging so den sonst ersten hektischen
Kilometern. Man hielt sich immer im vorderen Drittel auf und fuhr
aufmerksam mit. Schon nach rund 25 Kilometern begann das ständige
Auf und Ab in der Streckenführung. Bereits bei den ersten Anstiegen
zeigte Renzo Wernicke, wie viel Kraft in seinen Beinen steckt. Das
fiel nicht nur dem eigenen Team auf. „Nach der Hälfte des Rennes
war klar: Wir bekommen heute nichts geschenkt“, erzählte Renzo
Wernicke. Jedes Team hatte seine Hausaufgaben gemacht. „Das Niveau
dieser Jedermannbikeszene ist im Vergleich zum Vorjahr extrem
angestiegen“, schätzten einhellig die Fahrer der bereits
etablierten Teams ein. Doch gerade so mache aber der Radsport Spaß,
hieß es weiter. Nach 60 Kilometern stürzte Gerit Meyer und
verletzte sich. Christian Müller bekam bei Kilometer 75 einen
Platten und Michael Rinke (alle Univega-Team) verlor nach einem
Fahrfehler seines Vordermannes den Anschluss. Alle drei hatten bis
dahin sehr gut für das Team gearbeitet. Auf den letzten 20
Kilometern waren noch drei Germanen in der Spitzengruppe vertreten.
Nico Wernicke beschrieb die letzten Rennkilometer so: „Eine
taktische Option hatten wir noch. Rund 5000 Meter vor dem Ziel
attackierte Franco (Loreck) und fuhr mit einem Mitstreiter dem Ziel
entgegen. Es sah bis 1000 Meter vor dem Ziel sehr vielversprechend
aus. Unsere Verfolgergruppe nahm dann aber richtig Fahrt auf und
Renzo fuhr an das richtige Hinterrad, um den Sieg für das Team
Univega zu holen. 300 Meter vor dem Ziel wurde Franco wieder gestellt
und der Sprint eröffnet. Im richtigen Moment scherte Renzo aus und
überholte Sandro Kühmel (DKV Neff) und gewann das größte
Prestige-Rennen des Frühjahrs.“ Die letzten drei Sieger beim
Köln-Challenge heißen übrigens mit Nachnamen Wernicke. Der Erfolg
bleibt damit in der Familie. Mit dem achten Platz durch Franco Loreck und dem 13. Platz durch Nico Wernicke wurde das Teamergebnis
komplettiert und der Sieg in der
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