Delitzsch-Eilenburger Kreiszeitung
LVZ
Mara Schneider und
Dominic Welters , Photo Manfred Lüttich
Rad-Nostalgiker liefern
sich spannende Rennen
Es war eine Premiere,
und sie ist nach den Worten von Carsten Krause, dem Vorsitzenden des
Radsportvereins Germania Delitzsch, „gelungen, auch wenn es
durchaus ein paar Zuschauer mehr hätten sein können“. Den
knapp 400 Meter langen Rundkurs im Bereich Roßplatz/Bitterfelder
Straße/Karlstraße/Wallgraben säumten in der Tat nur
wenige Fans des gepflegten nostalgischen Zweirads. Doch die, die
kamen, hatten Spaß am ersten historischen Radrennen bei einem
Stadtfest. „Wir wollten mal was Neues machen“, begründete
Krause den Schritt, mit Hilfe der Fahrradveteranen-Freunde Dresden
und dank der Unterstützung durch eigene Mitglieder gut erhaltene
Untersätze aus den Jahren 1888 bis 1972 zu präsentieren.
Für Aufsehen
sorgten vor allem die Herren auf den Hochrädern. Einen
Start-Ziel-Sieg feierte in dieser Kategorie der Queringer Felix Dorn.
Der 21-Jährige hatte drei Stunden vor dem Rennen erstmals auf
der „sehr gewöhnungsbedürftigen Maschine“ gesessen.
Frank Papperitz als Zweiter und der 58-jährige Gerhard Eggers
als Dritter setzten dem Jungspund mächtig zu. Der war nach den
fünf Runden nur noch platt:“Ich muß mich jetzt erst mal
hinlegen.“
Auch Felix's Kumpel
Patrick Graf(20), der das große Männer-Rennen mit
Normal-Rädern gewann, musste pumpen. „Respekt vor der Leistung
meiner wesentlich älteren Gegner“, sagte er-und meinte damit
unter anderem den 81-jährigen Erich Stammer aus Leipzig,
DDR-Steher-Meister von 1954.
Bei den Damen fuhr
Andrea Schubert mit ihrem Mifa-Mini am schnellsten. „Mit dem
Klapprad bin ich noch regelmäßig zum Einkaufen unterwegs,
weil die Delitzscher mir vor einiger Zeit mein Giant-Trekking-Bike
geklaut haben“, erzählt die 45-Jährige.
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