Radfahrerverein Germania Delitzsch e.V

 

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 17.07.2009 Leipziger Volkszeitung , Sportteil Delitzsch-Eilenburg

Univega-Team wird Vierter bei Heavy 24

Delitzscher Straßenrennfahrer wechseln aufs Mountainbike

Delitzsch/Chemnitz. Renzo Wernicke, Nico Wernicke, Falk Leuschner und Silvio Knopp vom Univega Germania Delitzsch Team startete kürzlich beim Heavy 24-Rennen rund um den Stausee Oberrabenstein bei Chemnitz. Dafür stiegen die Straßenrennfahrer aufs Mountainbike um. Mit über 180 Teams mit etwa 740 Startern suchten sie nach einer neuen Herausforderung. Und die hieß, als Einzelstarter, in Vierer und achter Teams 24 Stunden non stopp auf dem Rad unterwegs sein.
Der Start erfolgte um 12 Uhr. Die Tour ging über 8,8 Kilimeter immer am Ufer des Stausees entlang. „Die Strecke war anspruchsvoll und hatte es an einigen Stellen in sich“, berichtete Renzo Wernicke. Auch im Gelände ging es mit durchschnittlich 40 Kilometer pro Stunde vorwärts. Das Delitzscher Team, erstmals bei einem solchen Event dabei, ging ab wie die Feuerwehr und lag lange in der Wertung auf Platz zwei. „Wir waren gut aufgestellt, und hatten auch sehr gutes Material zur Verfügung“, schilderte Wernicke, der auch im Nachhinein noch davon begeistert war, welche Möglichkeiten die Technik heute bietet, um einen solchen harten Parcours zu überstehen. Da eine Reihe von Profiteams im Starterfeld waren, war das Ziel, möglichst weit vorn rein zu kommen, um so schwerer umzusetzen.
Dem hohen Anfangstempo musste das Univega-Team Tribut zollen. Hinzu kamen Regen und Kälte, die ihr Übriges zur Feststellung „Nie wieder!“ beitrugen. Insbesondere in der Nacht wurde es auf dem nassen Terrain gefährlich. Um die Gesundheit zu schonen – es gab zahlreiche Stürze bei anderen Teams – schalteten die Männer einen Gang zurück und fuhren vorsichtiger. Das kostete Zeit. Dass es doch nicht so viel war, bemerkten die Männer erst mit der Dämmerung. Sie hatten zwar den zweiten Platz nicht behaupten können, doch weit abgeschlagen, wie vermutet, waren sie auch nicht. In der Zwischenwertung standen sie als Vierter auf dem Papier. Offenbar geholfen, die Nacht zu überstehen, hatte dabei die Umstellung von der Ein-Runden- auf die Zwei-Runden-Strategie. „So hatte jeder länger Zeit für die Erholung. An Schlafen war aber nicht zu denken. Pro Runde brauchten wir am Tag etwa 17 Minuten, in der Nacht war es etwas mehr“, bemerkte Renzo Wernicke. Schließlich ist jeder während des Rennes 20 Runden gefahren. Am Ende hielt das Delitzscher Team den vierten Platz fest.
„Es hat Spaß gemacht, es war eine neue Erfahrung und wir werden wohl nächstes Jahr wieder dabei sein“, lautete der Grundtenor nach dem Rennen. In Oberrabenstein wurde übrigens eine Distanz von 86000 Kilometer in den Wald gebrannt! Das ist neuer Rekord! Ditmar Wohlgemuth