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Radfahrerverein Germania Delitzsch e.V
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04.08.2009 Leipziger Volkszeitung , Sportteil Delitzsch-Eilenburg Rad fahren ist eben nicht gleich Rad fahren
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Locker und entspannt sehen die
Sportler dem Start zur Radtourenfahrt unter dem Bogen der Krostitzer
Brauerei entgegen. Im vorderen Teil des gut 300 Fahrer umfassenden
Feldes stehen die Teilnehmer der Sporttour über 115 Kilometer,
mittendrin reihen sich die Fitnesstourer ein. Auf einen gemütlichen
Ausflug freuen sich die Familientourfahrer. |
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Von Ditmar Wohlgemuth
Delitzsch. Das
diesjährige RTF-Angebot des Radfahrervereins (RV) Germania
Delitzsch bot am vergangenen Sonnabend ein Novum. Erstmals gab es
zweit Startorte. Die „Gustav-Adolf-Tour“ begann zunächst um
9 Uhr am Leipziger Eutritzscher Markt. Gut 90 Frauen und Männer,
allesamt erfahrene Radwanderer, nahmen die 35 Kilometer bis nach
Krostitz unter die schmalen Räder. Von der dortigen Brauerei,
die sich als ein hervorragender Gastgeber präsentierte, ging es
um 10 Uhr weiter auf den „Spuren von Gustav Adolf“. Die
meisten, von Leipzig gekommenen Radrenner schlossen sich noch einer
der drei angebotenen Touren über 28, 80 und 115 Kilometer an, um
sich danach wieder auf den Heimweg zu machen. Kreiszeitungsredakteur
Ditmar Wohlgemuth wagte den Selbstversuch und schloss sich der
Fitnesstour über 80 Kilometer an.
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Es stimmte. Radfahren
ist wirklich eine „Leiden-schafft“. Nach der Tour über
mehrere Stunden wusste man tatsächlich, welche Bedeutung der
Satz hat. Üblicherweise sitze ich auch nicht auf dem schmalen
Sattel eines Rennrades. Danke an Steffen Wust vom Team Univega
Germania Delitzsch, der mir sein Trainingsrad lieh und mir so zu
einer besonderen Erfahrung verhalf. Das Team um Kapitän Renzo
Wernicke wäre übrigens gern dabei gewesen, doch ein
Doppelstart beim German Cycle Cup hielt sie davon ab. |
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Letzte Vorbereitungen. Zum Glück steht noch eine Luftpumpe zur Verfügung, um den nötigen Druck aufzubauen. |
Die Startnummer ist nicht für den Zieleinlauf, aber für den Fall des Falles wichtig. Sie enthält eine Notfalltelefonnummer. |
Mit Kind und Kegel und natürlich mit Helm auf dem Kopf des Sprösslings geht es auf die Familientour. |
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Meist im Quartett oder im Trio ging es durch die Muldestadt,
die vom Mord an der kleinen Corinna erschüttert wurde. Man macht
sich seine Gedanken, denn auf dem Rad ist Zeit dazu. An der Rote
Jahne vorbei ging es bis Falkenberg. Dort verhalf ein Kontrollpunkt
zur mittlerweile bitter nötigen Pause und zum Auftanken. Es gab
Bananen, Tee und mehr und den Passierstempel – gleich ein Gutschein
für ein Bier im Ziel. Erneut misslang der Versuch, sich einer
Gruppe anzuschließen – entweder sie waren zu langsam oder
eben viel zu schnell. Quasi als Einzelkämpfer ging es weiter bis
nach Bad Düben. Nach knapp zwei Stunden war die Stadt passiert.
Vorher gab es allerdings noch einen erschütternden Abschnitt.
Bei Söllichau führte die Strecke über
Kopfsteinpflaster. Rennräder sind bekanntlich nicht gefedert und
auch die Polsterung am Allerwertesten half wenig. Das kostete
zusätzlich Kraft. |